Fr

08

Aug

2014

Versprochen ist versprochen - Ich hole nach ;)

So, ihr Lieben. Wie ihr sicher gemerkt habt, hab ich diese Seite jetzt schon lange ziemlich vernachlässigt. Mea culpa!

 

Wer auch meine Facebookseite kennt, weiß was los war.

Für die, die sie nicht kennen, schaut mal hier rein:

Plötzlich kam alles anders auf Facebook 

Sie ist öffentlich, d.h. sie kann von jedem gesehen werden, auch wenn man nicht selbst bei Facebook angemeldet ist.

 

Ansonsten hier ein kurzer Abriss der Geschehnisse. Von hier wisst ihr noch, dass mein Fuß gebrochen war und dass die Nierenwerte sich in die falsche Richtung entwickelten. Um die Biopsie kam ich also hier nicht drumherum (Kreatinin war schon bei 280) und fand mich somit im Dezember dazu im NTZ ein. Tja, aus der geplanten einen Nacht wurden dann 17. Warum? Weil die Biopsie deutlich eine Abstoßungsreaktion zeigte. Diese wurde aber mit einem „Medikamentenhammer“ zum Glück erfolgreich behandelt. :)

 

Bei der ersten Infusion (den ZVK dafür bekam ich kurzfristig gelegt – der Arzt lobte mich für meine Tapferkeit, aber ein ZVK war ja nun tatsächlich nichts Neues mehr – leider lag das Ding etwas zu nah am Herzen, sodass es später spontan direkt auf dem Zimmer (auch gut, musste ich nicht nochmal weg) ohne restliche örtliche Betäubung nochmal etwas rausgezogen und neu am Hals angenäht werden musste – das tat dem Arzt so leid, dass er sich ganz doll entschuldigt hat – aber irgendwie hab ich auch da das „Glück“, dass diese Teile nach dem Röntgen immer ungünstig sitzen und die Lage nochmal verändert werden muss – naja, ihr wisst ja: Was uns nicht umbringt, macht uns…) die ganz langsam über Nacht lief, habe ich so heftig reagiert, dass ich dachte, ich muss an dem Zeug sterben – echt!! Noch nie hatte ich solche Schmerzen im ganzen Körper, dazu kam stetig steigendes Fieber, schwitzen, frieren, Übelkeit. Das Pflegepersonal hab ich wohl in dieser Nacht ganz gut beschäftigt. Sie waren aber scheinbar echt gut drauf vorbereitet, blieben gelassen und „ungenervt“ und haben mich dann doch nicht sterben lassen ;), sondern mir Tee ohne Ende gebracht und irgendwann auch was gegen das Fieber.

Zum Glück meiner Zimmernachbarin war ich so schlau und habe mich ins Untersuchungszimmer ausquartieren lassen, weil sie so prächtig geschnarcht hat. (Ich weiß man auch nicht, aber die verfolgen mich!!)

Am nächsten Morgen durfte ich dann ins Zimmer wanken (Kreislauf war noch etwas im Eimer) und es ging langsam wieder bergauf.

 

Ab der 2. Infusion war aber alles gut und ich konnte meinen Cocktail von Tag zu Tag etwas schneller reintropfen lassen. :) Man bekommt ja Übung in den kuriosesten Sachen. Zum Schluss lief es dann, glaub ich, 4 Stunden bis es durch war.

 

Den Gips bzw. meinen schicken Stiefel wurde ich auch in der Uniklinik los, da ich ja nun zum eigentlichen Röntgen am 19.12.13 nicht kommen konnte. War ja anderweitig eingespannt. :P

 

Das Röntgen dort war auch so eine Erfahrung für sich. Es gibt ja immer wieder Leute, die denken, der Patient ist eh blöd. So wollte die Gute unbedingt den Vorfuß röntgen, weil der ja gebrochen war. Dachte sie zumindest. Es war wirklich nichts zu machen, woher soll so ein doofer Patient denn auch wissen, dass der Mittelfuß gebrochen ist, wenn er eh keine Ahnung hat? Der kann ja schließlich viel erzählen. Sie wollte es mir einfach nicht glauben. Ich hab ihr dann gesagt, soll sie halt den Arzt anrufen, wenn sie mir nicht glaubt. Gesagt – getan! Und erst dann war die gute Frau bereit, eben doch den gebrochenen Mittelfuß zu röntgen anstatt des Vorfußes. :P Sachen gibt’s! *augenroll*

 

Schuhe hatte ich auch nur für rechts dabei – also musste mein Nichtenkind, was an dem Tag zu Besuch kam, mir noch schnell von sich ein Paar Schuhe mitbringen. ;)

 

 

Leihschuhe statt Stylo-Stiefel

Da durch die Infusionen mein Immunsystem quasi wieder auf „Werkseinstellung Stand ganz frisch transplantiert“ zurückgesetzt war und die Infusionen sowieso über 10 Tage gehen sollten, verbrachte ich Weihnachten im Krankenhaus. Das war natürlich traurig für uns, besonders gelitten hat darunter unsere kleine Püppi. Da im NTZ aber alle (kinder-)lieb sind, konnte ich verhandeln, wenigstens an Heiligabend für ein paar Stunden nach Hause zu dürfen. :D

Es war total niedlich, wie alle mitgeholfen haben. Die Blutwerte wurden von der Nachtschicht genommen, sodass ein Arzt gleich ganz früh die Infusion genehmigen konnte (unter dem Medikament, muss täglich die Entwicklung des Blutbildes kontrolliert werden, erst dann wird die nächste Infusion angesetzt), sodass die Schwester so schnell mit der Infusion im Zimmer stand, dass ich noch nicht mal meine Haare fertig gefönt hatte. Selbst der Arzt kam und hat mir Bescheid gesagt, dass er die Infusion schon ganz früh angesetzt hat, damit alles klappt mit meinem Ausflug. :) Alle freuten sich total, dass ich raus durfte! :D

Damit das Ganze nicht nach hinten losgeht, war ich auch ganz vernünftig und hab nicht nochmal die Geschwindigkeit erhöht. Das Risiko, dass es mir gerade an dem Tag davon dann schlecht geht, wollte ich ja unter keinen Umständen eingehen.

 

Gegen halb 2 haben mich dann Stephan und Lina abgeholt und ich durfte mit Mundschutz und Kittel mit unterm Weihnachtsbaum sitzen. :D

Gegen 20 Uhr kam ich zurück in meine 1-Raum-Wohnung mit Vollpension. Da war ich auch echt platt.

 

 

Die beiden Weihnachtsfeiertage hab ich mit Besuch im Krankenhaus verbracht.

 

Am 25.12. gab es dann die letzte Infusion und am 27.12. wurde ich nach Hause entlassen, das Kreatinin war Schritt für Schritt gefallen bis ca. 230-240.

Zumindest Silvester konnten wir dann den ganzen Tag komplett sein.

Wer hier am längsten durchgehalten hat, war die Allerjüngste. :P

 

Bei mir ging es komischerweise täglich bergab vom Allgemeinzustand her. Ich war nach der kleinsten Bewegung total aus der Puste und das wurde von Tag zu Tag heftiger, bis es am 6.1.14 gar nicht mehr ging. Einmal von der Couch hochstehen und mir war schwindelig und ich konnte nur schlecht atmen.

 

Also blieb nichts anderes übrig, als im NTZ anzurufen. Antwort: „Ja, komm lieber her. Mir fallen verschiedene Sachen ein, was das sein könnte.“

 

Letztlich war es der Hb-Wert, der mit 3,5 nicht mehr für Verwunderung über meinen Zustand sorgte (viel zu wenig rote Blutkörperchen  nur wenig Sauerstoff wird transportiert  Luftnot). Ich weiß bis heute nicht, wie ich damit eigentlich noch stehen konnte. :P

 

So gab es ein paar Tüten Blut und Doping mit Epo und es ging langsam wieder bergauf. Mit den Zimmernachbarinnen hatte ich auch Glück – beide (nacheinander mit mir im Doppelzimmer) kannte ich schon, beide lieb und beide NICHTSCHNARCHER!! :D

 

Dass der Hb so gefallen war, waren noch die Nachwirkungen der Infusionen.

 

Seitdem hält er sich aber zum Glück ganz gut und es gibt mal etwas Doping und mal nicht.

 

Mein Kreatinin fiel sogar in kleinen Schritten weiter, sodass ich dann um 210-220 lag.

Und die richtig gute Nachricht ist, dass es zur letzten Kontrolle Mitte Juli mit 199 sogar das erste Mal seit Oktober 2013 wieder unter 200 lag. :D

Na, wenn das keine guten Nachrichten sind! :)

 

Mir geht’s also gut, deshalb hatte ich wahrscheinlich auch nie die Zeit, hier mal zu aktualisieren. ;)

 

Ab März durfte ich dann auch endlich wieder arbeiten. :)

 

Was im Moment immer mal Probleme macht, sind nervige Schmerzen im Fuß (ich hatte schon Angst, dass da wieder irgendwo was angebrochen ist). Dadurch schone ich den automatisch und nehme z.B. beim Aufstehen die Arme mehr zu Hilfe, was wiederum dann mein rechtes Handgelenk übelnimmt. :P

 

Also, irgendwas ist halt immer, aber so ist es dann wohl. Solange es nichts Schlimmeres ist, kann ich damit leben. Vorallem im Sommer, da geht’s mir ja grundsätzlich gut.

 

Das war’s dann wohl mit dem Kurzfassen – aber das konnte ich sowieso noch nie…

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Margarete Jäger (Freitag, 08 August 2014 19:35)

    Ich wünsche weiterhin alles Gute.

  • #2

    BuMmI (Freitag, 08 August 2014 21:43)

    :-*

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